Archiv für Deutsche Bahn

#8: SENSATION – Robert Enke wechselt zu Real Madrid!

Posted in Neues vom Spocht with tags , , , , , , , , , , , on 24/06/2011 by Keyser Söze

Da staunten die internationalen Presseagenturen nicht schlecht, als heute morgen DER Sensationstranfer schlechthin bekannt gegeben wurde: Robert Enke wechselt mit sofortiger Wirkung zum spanischen Topclub Real Madrid!

Wie aus Vereinskreisen zu vernehmen war, soll Enke, der sich in den letzten beiden Jahren vom aktiven Leben zurückgezogen hatte und somit vereinslos war, in der kommenden Saison gleich mit einer ganzen Reihe von neuen Hochkarätern in einer Mannschaft spielen – darunter auch einige Deutsche. Real-Clubchef Pepe Lupardo hierzu:

„Es stimmt, wir haben uns zur neuen Saison kräftig verstärkt, und dabei besonders einige von den alten Haudegen verpflichtet. Besonders hervorzuheben sind hier natürlich – neben Robert Enke – Helmut Rahn und Reinhard ‚Stan‘ Libuda, die wir nach langen und zähen Verhandlungen unter Vertrag nehmen konnten. Nach der enttäuschenden letzten Saison brauchten wir einfach mal wieder neue Spieler, die in der Lage sind eine Mannschaft mit ihrer großen Erfahrung zu lenken und zu führen!“

Und auch auf der Trainerbank von Real Madrid gibt es eine Neuverpflichtung: Der ehemalige deutsche Weltmeistertrainer Sepp Herberger übernimmt von nun an die Geschicke der Königlichen, die mit der hochkarätigen Milliardentruppe um Schlussmann Robert Enke im kommenden Jahr endlich wieder die Champions League gewinnen wollen.

Enke selbst, der momentan noch an einer Reihe kleinerer Verletzungen laboriert, stand bisher für ein Interview noch nicht zur Verfügung. Auf die Frage, ob Enke nach der langen Verletzungsunterbrechung vielleicht sogar wieder einen Platz in der Nationalmannschaft im Auge hat, meinte sein Manager Heinz-Erwin Konopke:

„Das wäre vielleicht noch ein wenig hochgegriffen, der Robert muss sich ja schließlich erstmal wieder in die ganze Sache reinfinden. Aber wer weiß? Bis zur EM ist er bestimmt wieder fit, der Zug ist also noch nicht abgefahren!

#2: Einfach mal ein Rohr verlegen

Posted in Propaganda with tags , , , , , , , on 20/06/2011 by Keyser Söze

Das werden sich die Bauherren von Stuttgart 21 sicherlich auch gedacht haben, als sie heute mit dem Aufbau eines (wenn auch nur zeitweiligen) 17 Kilometer langen Rohrsystems begonnen haben. Dieses Rohrsystem dient der Versorgung der Baustelle mit Grundwasser vom Neckar, und führt an einem etwa einen Kilometer langen Teilstück auch durch ein Wohngebiet.

Im Prinzip ein kluger Schachzug, wo doch Sitzblockaden gegen viereinhalb Meter hohe Wasserleitungen nur schwerlich zu bewerkstelligen sind. Das hat nun offenbar auch die baden-württembergische Regierungstruppe um den grünen Ministerpräsidenten Winfried ‚Wir-werden-Stuttgart-21-aufhalten-oh-wir-haben-die-Wahl-ja-schon-gewonnen-naja-man-darf-nicht-dauernd-bereits-gemachte-Beschlüsse-umwerfen‘ Kretschmann realisiert.

So sicherte Innenminister Reinhold Gall (SPD) der Bahn bereits zu, dass die grün-rote Landesregierung das Baurecht der Bahn

„[…] auch gegen den Widerstand der Demonstranten selbstverständlich ermöglichen werde.“

Eine gute Sache, herrscht doch schließlich noch immer Recht und Ordnung in unserem schönen Land! Und auf die Frage ob denn auch wieder Wasserwerfer gegen die unliebsamen und aufmüpfigen Dissidenten zum Einsatz kommen könnten, hatte Herr Gall natürlich ebenfalls eine Antwort parat:

„Die Beamten setzen jeden Tag am Bauzaun auf Dialog und gehen davon aus, dass sie Wasserwerfer als allerletztes Zwangsmittel nicht einsetzen müssen. Aber ich kann es auch nicht ausschließen.“

Hervorragend, endlich werden mal wieder Fakten geschaffen! Nein, ganz ehrlich: Eigentlich habe ich nichts gegen das Niederknüppeln (und -spritzen) einer viel zu lauten und randaleaffinen Minderheit von – in diesem Fall – Anti-S21-Demonstranten. Und wer weiß, vielleicht könnte sich der Einsatz von Wasserwerfern zu einem legitimen Mittel der Konsensdemokratie entwickeln?!

Für den flächendeckenden Einsatz von Wasserwerfern! Auf den Straßen, in Gaststätten, auf Schulhöfen und in Klassenzimmern – und ganz besonders im baden-württembergischen Landtag.